Vom Transporter zum Camper, Tipps zum Selbstausbau

Warmwasserversorgung im Wohnmobil

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Grundsätzliches zur Warmwasserversorgung im Campingbus

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Warmes Wasser im Wohnmobil ist nützlich. In der Dusche den Hahn aufzudrehen und unter warmem Wasser sich zu duschen ist ein Luxus, auf die viele Menschen mittlerweile auch im Campingbus nicht verzichten wollen.
Auch für den täglichen Abwasch ist es angenehm, warmes Wasser nicht erst im Flötenkessel erzeugen zu müssen. Selbstverständlich kann man in einem Campingbus auch ohne Warmwasser auskommen, und somit ist die größte Herausforderung bei der Installation einer Warmwasseranlage erst einmal herauszufinden, wo denn die eigenen Ansprüche überhaupt liegen.


Die Fragen die man sich stellen sollte:
 

Wann benötige ich warmes Wasser?
         Morgens bei der Körperpflege?
        Tagsüber für den Geschirrabwasch?
        Abends vor dem Schlafengehen?
Wozu benötige ich warmes Wasser?
        Duschen, etwa nach dem Sport?
        Gelegentliches Haarewaschen, wenn kein Campingplatz in der Nähe ist?
        Morgens für die Körperpflege?
Wie erzeuge ich warmes Wasser?
        Propangas durch die Kombiheizung
        Elektrisch, Landstrom und Solarbetrieb
        Solarenergie durch Wärmetauscher
        Motorwärme oder Luftheizungswärme nutzen


Wer beispielsweise in seinem Campingbus selten duschen wird, kann sich warmes Wasser auch in Flötenkessel auf dem Campingkocher erwärmen. Beispielsweise trinken wir nach dem Essen gerne eine Tasse Espresso. Das dafür benötigte heiße Wasser wird gleich in etwas größere Menge im Flötenkessel erwärmt und kann anschließend für den Abwasch verwendet werden.
 

Auch wer gelegentlich oder regelmäßig einen Campingplatz ansteuert, um dort ausgiebig zu duschen, benötigt im Campingbus eigentlich keine Warmwasserversorgung. In diesem Falle genügt eine sogenannte „Safari Dusche“. Damit kann man zum Beispiel bei einem längeren Aufenthalt außerhalb von Campingplätzen sich auch einmal die Haare waschen.


Wenn es im Herbst oder im Winter draußen richtig kalt wird, möchte man sich frühmorgens nicht gerade mit eisig kaltem Wasser das Gesicht waschen. Da wir in solchen Nächten unsere Gasheizung ohnehin laufen lassen, wäre es also ohne großen Aufwand möglich, die Warmluft der Heizung zum Aufheizen von Wasser gleich mit zu benutzen. Hierzu nutzt man sogenannte Luft- Wasser -Wärmetauscher, wie zum Beispiel die TRUMA Therme. Auch Wärmetauscher in Form von Kupferspiralen, welche um den Heizungsschlauch gelegt werden, heizen das Wasser während des Durchflusses auf, allerdings meist nicht sehr stark und nur wenig Volumen.

TrumaTherme_sm1


Möchte man hingegen einigermaßen autark sein in Bezug auf die Erzeugung warmen Wassers, kann dieses mit dem ohnehin an Bord befindlichen Propangas erzeugt werden. Die am meisten verbreitete Variante ist die TRUMA Kombiheizung, die sowohl als Heizung als auch als Boiler dient und unabhängig voneinander geschaltet werden kann. Solange Gas zur Verfügung steht bin ich damit autark.

TrumaKombi


Wer hingegen regelmäßig oder auch gelegentlich einen Wohnmobilstellplatz ansteuert, erhält dort in der Regel auch 230 V Landstrom an der Steckdose. Warmes Wasser kann somit auch über einen elektrisch betriebenen Boiler erzeugt werden. Es gibt sogar Boiler (Elgena Compact, Typ EE) die zusätzlich zur Aufheizung mit Landstrom das Wasser über die Lichtmaschine während der Fahrt nachheizen und somit dauerhaft Warmwasser bereitstellen können. Wer also nicht lange an einem Platz stehen bleibt und eher zum herumreisen neigt, für den ist diese Variant durchaus brauchbar.

elgena_typ_EE


Seit kurzem erst sind auch (mit Propangas betriebene) Durchlauferhitzer für Wohnmobile in Europa zugelassen. Sie können eine konstante Temperatur des Wassers in „unbegrenzter Menge“ (solange Wasser und Gas zur Verfügung stehen) bereitstellen. Heißes Wasser steht jederzeit und ohne Vorheizen sofort in „unendlicher“ Menge zur Verfügung. Vorteil: Für den Geschirrabwasch kann man einfach die Wassertemperatur per Knopfdruck auf bis zu 60°C erhöhen.

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