Elektrik

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Sicherheitshinweis: Arbeiten am elektrischen Bordnetz dürfen nur von einem Fachmann durchgeführt werden. Bei unsachgemäßer Handhabung oder falschem Einbau kann es zu Kurzschlüssen kommen die sowohl den Monteur verletzen, als auch zu schweren Schäden am Fahrzeug z. B. Kabelbrand führen können.

Wir haben ja am Ende viele Verbraucher im Fahrzeug welche mit der Bordspannung von üblicherweise 12 Volt versorgt werden müssen. Nun könnte man einfach alle Pumpen und Lampen sowie den Kühlschrank an die Autobatterie anklemmen, denn diese wird ja beim Fahren wieder aufgeladen. Tatsächlich funktioniert das Ganze auch. Allerdings nicht sehr lange!

Wenn Sie nach einem einwöchigen Urlaub alles zusammengepackt haben, und die Heimreise antreten wollen, könnte es durchaus sein, dass Sie Ihre leergesaugte Batterie erst wieder aufladen müssen.

Also sollten Sie schon aus Sicherheitsgründen, um z.B. im Notfall das Fahrzeug noch starten zu können, eine oder mehrere Nutzbatterien einbauen.

Zwei Zusatzbatterien für den Wohnaufbau werden später im Sitzbock des Beifahrersitzes untergebracht sein. Wichtig ist, diese gut zu befestigen, damit sie im Falle eines Unfalls keinen Kurzschluss verursachen können.

Die Spannungsversorgung des Wohnraums sollte mit ausreichend dimensionierten Kabeln und geeigneten Sicherungen versehen werden. Auf obigem Foto sieht man einen gut zugänglichen Sicherungsautomaten mit Abschaltmöglichkeit. Im Notfall, oder auch wenn das Fahrzeug längere Zeit nicht benutzt wird, kann die Versorgung manuell getrennt werden.
Von den Batterien aus geht ein starkes Kabel (16mm Querschnitt) über den Sicherungsautomat zum ersten Verteilerblock. Dort werden die einzelnen Verbraucher über ihren jeweiligen Pluspol und einer zusätzlichen Sicherung mit der benötigten Betriebsspannung versorgt. Die Sicherungen sind der maximalen Stromaufnahme der einzelnen Geräte ausgelegt.

Mehr brauchts eigentlich nicht. Wer seine Elektrogeräte im Camper mit dem Smartphone steuern will kann natürlich auch auf kompliziertere Technik setzen. Was aber wenn diese mal streikt und weit und breit keine Ersatzteile zu bekommen sind? Mein Motto: so wenig wie möglich, so viel wie nötig. Dann kann auch nix kaputtgehen.

Wie werden die Batterien aufgeladen? Während der Fahrt erzeugt unsere Lichtmaschine des Fahrzeugs eine Ladespannung von ca. 14,1 Volt. Früher hatte man über ein zusätzlich eingebautes Relais einfach die Fahrzeugbatterie mit der Zweitbatterie verbunden. Das Relais wurde nur während der Fahrt zugeschaltet. Sobald der Motor abgestellt wird sind die beiden Batterien wieder voneinander getrennt und unser Kühlschrank, Lampen und Sonstige Verbraucher bedienen sich aus der Zweitbatterie. Die Fahrzeugbatterie wird geschont. Heutzutage verwendet man bessere Technik. Auf dem Markt sind verschiedene Ladebooster erhältlich, welche die Nutzbatterien wesentlich besser und kennliniengerechter aufladen. Erstmals werden die Batterien dadurch richtig voll und seit die moderne Elektronik in (Euro 6) Motoren eingezogen ist, würde eine Verbindung der Batterien mit Trennrelais auch gar nicht mehr funktionieren. Intelligente Ladebooster neuerer Bauart lösen das Problem.

Um die zahlreichen Elektronikhelferlein wieder aufzuladen habe ich eine “USB Ladestation” am Kleiderschrank eingebaut. Neben 4 USB Anschlüssen findet sich noch ein klassischer Zigarettenanzünder und eine 230V Steckdose. Damit sind Kameras und Mobiltelefone ohne großen Kabelsalat gut aufgehoben und die aktuelle Bordspannung kann auch gleich abgelesen werden.

Den kompletten Schaltplan, viele wertvolle Tipps zur Elektrik und nähere Informationen zur Elektroverkabelung, Batterien, Ladebooster und vieles mehr finden sie in meinem Buch.

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