Isolierung

Isolierung:

Bevor wir munter ans Möbelbauen gehen müssen wir zuerst das Fahrzeug gut isolieren.

Was zunächst als “nicht so wichtig” angesehen wird, (weil später sieht man es ja nicht mehr) entpuppt sich aber bei längerfristiger Betrachtung als überaus wichtig!

Um es deutlich zu sagen: es geht hier nicht so sehr um das Wohlbefinden der Insassen, sondern viel mehr ums “schwitzen” des Materials, also um die Langlebigkeit des Fahrzeugs.

Das Problem:

Die in der Luft enthaltene Feuchtigkeit kondensiert an den kalten Blechoberflächen und bildet Kondenswasser, welches munter an meist verdeckten Stellen zu Rostschäden, Moder, Schimmelpilz oder Fäulnis des Ausbaus führt. Wir müssen also versuchen durch Aufbringen von Isolierschichten den Kondensationspunkt vom Blech in das aufgeklebte Isoliermaterial hinein zu verlagern. Oder anders gesagt: wo keine Luft hinkommt kann auch nix kondensieren.

Die Lösung:

Früher hat man oft mit Schaumstoff, Glaswolle oder schlimmstenfalls noch mit Styropor isoliert. Heutzutage verwendet man oft geschlossenporig verschäumtes Polyethylen (auch bekannt als die klassische ISO-Matte). Dieses ist als “Xtreme-Isolator” in verschiedenen Stärken erhältlich und nicht ganz billig. Desweiteren benötigt man genügend Kleber.
Noch besser sind die AF-Armaflex Platten mit selbstklebender Folie auf der Rückseite. Sie sind sehr biegsam und lassen sich auch über Rundungen ziehen. Durch die Klebefolie spart man sich den Gestank eines Lösemittelhaltigen Klebers und sobald die Platten einmal aufgebracht wurden halten sie bombenfest.
Die Platten sind gut biegbar, nehmen keine Feuchtigkeit auf und sind beständig gegen Lösungsmittel und hohe Temperaturen, und sie sind biologisch unbedenklich. Sie lassen sich auch gut schneiden und formen.

Allerdings: die beste Isolierung taugt nichts wenn sie nicht eine 100%ige Verbindung mit dem Blech eingeht. Daher ist eine wirklich vollflächige Verklebung der Platten mit dem Blech notwendig.
Selbst Rundungen sollte man sehr sorgfältig ausarbeiten, damit zwischen den geklebten Teilen keine Hohlräume entstehen.

Die Armaflex-Matten mit einem scharfen Messer sorgfältig zuschneiden. Dabei helfen die auf der Klebeschutzfolie angebrachten Längs- und Quermarkierungen einen geraden Schnitt freihändig hinzubekommen. Die Matte zunächst an das Blech halten und prüfen ob alles soweit passt. Dann an einer Ecke die Schutzfolie abziehen und zwischen Blech und Matte einfach rausziehen. Fest andrücken, es sollten keine Hohlräume mehr zwischen Isolierung und Blech vorhanden sein. Die Matten sind in verschiedenen Stärken erhältlich, man kann daher auch mehrere Lagen übereinander kleben, was die Angelegenheit allerdings verteuert.

Wie geht man am Besten vor? Früher hatte man zunächst alle Wände und Decken isoliert, dann komplett verkleidet bevor die Möbel eingebaut wurden. Diese Methode liegt ja auch erst einmal nahe. Aber im Lauf der Zeit hat es sich bei mir herausgestellt, dass es sinnvoller ist, Wand- oder Deckenverkleidungen so zu konstruieren, dass man sie auch mal wieder entfernen kann, ohne das ganze Mobil zerlegen zu müssen.

Die Verkleidung (idealerweise dünne Sperrholzplatten mit wasserfester Dekor-Oberfläche) sollten so befestigt werden, dass man Sie beispielsweise nach einem Verkehrsunfall wieder entfernen kann, ohne gleich das ganze Mobil zu zerlegen.

Konkret bedeutet dies, es wird in einzelnen Abschnitten verkleidet. Die Isolierung mit der kompletten Wandverkleidung wird also nur in dem Bereich fertiggestellt, der gerade aufgebaut wird. Wie man dies im Detail verwirklicht zeige ich anhand von Zeichnungen und Fotos im Buch genauer.

 

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