Nasszelle

Nasszelle:

Ein Campingbus sollte auch eine Nasszelle oder eine vergleichbare Waschmöglichkeit haben.

Das Problem beim Entwurf einer Nasszelle ist, wie immer, der zur Verfügung stehende Platz. Es gilt also, Ideen zu entwickeln, wie man den ohnehin knappen Raum sinnvoll in ein “Badezimmer” verwandeln kann. Es sollte der zur Verfügung stehende Platz also optimal genutzt werden. 

Welche Funktionen hat denn eigentlich in der Praxis die Nasszelle? Also zunächst mal sollte man ein ordentliches Waschbecken haben, wo man sich zur Not auch mal die Haare waschen kann, wenn man keinen Zugriff auf eine Campingplatzdusche hat. Ein WC sollte vorhanden sein, denn auch das gehört zum Wohnen. Und eine Duschmöglichkeit, wenn auch nur selten genutzt, sollte auch nicht fehlen. Zumindest in Form einer wasserdichten Duschwanne im Stehbereich vor dem Waschbecken. Ausserdem benötigt man bei nassem Wetter eine Art Schmutzschleuse, wo man auch mal seine Regenjacken zum Trocknen aufhängen kann.

Und auch nasse Schuhe, der Regenschirm oder der Neoprenanzug müssen  zum Trocknen irgendwo aufgehängt werden. Als auch nasse Handtücher, oder die frisch gewaschene Wäsche, die man am Campingplatz gewaschen hat.

Wenn man nicht ständig im Wohnbereich an aufgehängten Jacken hängen bleiben will, bietet sich die Dusche als Lagerort an. Außerdem ist eine Nasszelle auch noch der zentrale Unterbringungsort für Körperpflegemittel, Handtücher, Waschlappen, Kosmetikartikel, Haartrockner, Medikamente und vieles mehr. Auch Putzmittel könnte man hier unterbringen und der untere Teil des Waschtisches eignet sich hervorragend als Fach für die Propangasflaschen. Wie zuhause auch, sollte man über dem Waschbecken ein Spiegelschränkchen anbringen.

Der Stehbereich vor dem Waschbecken muss in jedem Fall wasserdicht ausgeführt werden und eine erhöhte Umrandung besitzen, die verhindert dass eventuelles Spritzwasser in den restlichen Wohnraum eindringt. Auch wenn der Bereich nicht als vollertige Dusche genutzt wird, gibt es doch immer leichte Feuchtigkeit.

Eine herausziehbare Duschbrause an Stelle eines Wasserhahns ist optimal, auch eine Außendusche ist am Camper ist sehr sinnvoll, wenn man beispielsweise den Sand abbrausen möchte (oder den Hund :-))

Beim Aufbau der Nasszelle gibt es noch etwas Wichtiges zu beachten:

Irgendwie existiert in einer Nasszelle immer Feuchtigkeit. Sei es Spritzwasser beim Waschen, oder kondensierter Wasserdampf, ein nasser Regenschirm oder wie auch immer. Damit dies keinen Schaden anrichtet sollte die gesamte Nasszelle einigermaßen wasserdicht ausgeführt sein. Die einfachste Möglichkeit ist, die Wand- und Bodenflächen wasserfestem PVC Belag zu bekleben und ordentlich in den Ecken mit Silikon abzudichten. PVC ist allerdings recht schwer und auf das Gewicht sollte man schon achten. Wer melaminbeschichtete Platten als Seitenwände benutzt braucht sich um diese Flächen schon mal nicht kümmern, da diese wasserundurchläßig sind. Ansonsten kann man die Naturholzplatten auch gut lackieren um sie Feuchtigkeitsresistent zu bekommen. Es gibt auch wasserfeste Tapeten die man mit einem speziellen Feuchtraumkleber anbringen kann. Nicht besonders geeignet sind Klebefolien, da sie bei hohen Temperaturen sich meist ablösen.

Bei unserem derzeitigen Grundriss wird der Wohnraum vom Fahrerhaus durch die Nasszelle getrennt. Sie hat damit die Größe von 70 x 175cm, was einen separaten Waschtisch gegenüber des WCs ermöglicht. Bei dieser Variante wird kein Karrosseriedurchbruch für die Entsorgungsklappen benötigt, da man hierzu die geöffnete Schiebetür als Zugang und Entsorgungsmöglichkeit verwenden kann.

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